Kalorienbewusstes Raclette

Nicht nur in der kalten Jahreszeit ist Raclette eine beliebte und leckere Alternative zum Sonntagsbraten oder klassischen Fondue. Wer auf seine Figur achtet, hat dabei allerdings oft das Nachsehen, denn Raclette steht in dem Ruf, alles andere als kalorienarm zu sein. Glücklicherweise gibt es aber durchaus einige Möglichkeiten, um aus der üppigen Schlemmerei ein gesundes Essen zu zaubern, das zudem auch noch deutlich weniger Kalorien enthält als die herkömmliche Variante.

Kein Raclette ohne Käse

RacletteDie meisten Feinschmecker können sich ein Raclette ohne Käse überhaupt nicht vorstellen. Und das ist auch kein Wunder, denn überbacken schmecken die herzhaften Kleinigkeiten gleich doppelt so gut. Aber es muss ja nicht immer der klassische Käse zum Überbacken sein, der mit einem Fettgehalt von 30 Prozent in der Trockenmasse nicht unbedingt zu den kalorienarmen Lebensmitteln gehört. Die Light-Variante tut es doch ebenfalls! Je nach Sorte beträgt der Fettgehalt nur rund fünf Prozent in der Trockenmasse, so dass sich auf diese Weise eine ganze Menge Kalorien einsparen lassen. Zwar verläuft fettarmer Käse nicht so schön wie die üppige Version, geschmacklich ist aber meist kaum ein Unterschied festzustellen. Und wer trotzdem viel Wert auf die Optik legt, nimmt eben einen klassischen Käse mit dem vollen Fettgehalt, verwendet aber nur die halbe Menge. Tipp: Mozzarella in der Light-Variante zerfließt sehr schön und ist dennoch nicht allzu üppig!

Die besten Zutaten für ein kalorienbewusstes Raclette

Gemüse und ObstGeflügel wie etwa Hühner- oder Putenbrust eignet sich besonders gut für ein kalorienarmes Raclette. Das Fleisch lässt sich vielseitig zubereiten, ist fettarm und wird eigentlich von jedem geliebt. Als Beilage bietet sich vor allem frisches und knackiges Gemüse an. Hübsch angerichtet macht es auch optisch jede Menge her, zumal die leuchtenden Farben sogar bei kleinen und großen Gemüsemuffeln den Appetit wecken. Brokkoli, Blumenkohlröschen, Paprika und Zucchini sind besonders beliebt und lassen sich leicht und einfach portionieren. Im Prinzip sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Selbst Pilze, Zwiebeln, Lauch und Auberginen können verwendet werden. Abgerundet mit feinen Gewürzen kommt der delikate Eigengeschmack des Gemüses am Raclette besonders gut zur Geltung. Fast schon unverzichtbar sind zudem kleine Maiskölbchen und Silberzwiebeln. Als Beilage eignen sich zudem Vollkornbrötchen, Pellkartoffeln und ein grüner Salat. Wer mag, richtet zusätzlich noch einen Rohkostteller mit Salatgurkenstückchen, Radieschen, Karottenstreifen und Sellerie an.

Warum nicht auch mal Obst brutzeln?

Neben den verschiedenen Gemüsesorten bietet sich natürlich auch Obst für das Raclette an. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht diesbezüglich die Ananas, die ja bekanntlich mit Geflügelfleisch perfekt harmoniert. Natürlich darf die Ananas auch mal aus der Dose kommen ... frisch schmeckt sie aber ganz besonders gut. Außerdem enthält sie auf diese Weise auch weniger Kalorien. Gerne verwendet werden auch Weintrauben, die ganz hervorragend zum Käse passen. Etwas mehr Aufwand erfordert die Verwendung von Bananen und Birnen, denn diese Obstsorten werden im geschälten Zustand schnell unansehnlich. Das Beträufeln mit Zitronensaft beugt der unschönen Verfärbung aber vor und gibt zusätzlich einen angenehm sauren Frischekick.

Für Genießer und Feinschmecker

raclette-mit-garnelenWer gerne mal außergewöhnliche Speisen auf dem Raclette zubereiten möchte, könnte beispielsweise zu Garnelen greifen. Sie sollten bereits küchenfertig sein und eine ausreichende Größe haben. Auch Filetstückchen von fettarmen Fischen sind eine gesunde Alternative zu Schweinefleisch. Hier empfiehlt sich vor allem Zander, der allerdings nicht in den unteren Pfännchen, sondern auf den Raclette-Grill zubereitet werden sollte. Für viele Raclette-Fans gehören auch Hackbällchen oder kleine Frikadellen zu einem gelungenen Essen. Auch hierfür gibt es eine kalorienarme Variante, die mindestens genauso herzhaft und lecker ist: Tatar ist zwar ein wenig teurer, bringt aber Abwechslung auf den Tisch und lässt sich vielseitig zubereiten. Wer die beliebten Dips selbst zubereitet, spart gegenüber der fertigen Variante aus dem Supermarkt ebenfalls jede Menge Kalorien. Magerer Quark oder Frischkäse ist dafür eine gute Grundlage. Oder darf es auch mal etwas fruchtiger sein? Ein selbst gemachtes Tomaten Chutney schmeckt zum Raclette nämlich ganz hervorragend!

Und davon sollten Kalorienbewusste lieber die Finger lassen

Stark fetthaltige Bratwürstchen, Schweinebauch, Frikadellen und Hackbällchen aus Schweinefleisch sowie Mettwürstchen haben auf einem kalorienarmen Raclette nichts zu suchen. Ein absolutes No-Go ist auch Entenfleisch, das besonders um die Weihnachtszeit herum eine beliebte Zutat für Raclette ist. Bei den Käsesorten sind es in erster Linie Emmentaler, Butterkäse und Gouda, es sei denn, es handelt sich um die bereits oben erwähnte Light-Variante. Fischliebhaber sollten der Figur zuliebe auf Kaltwasserfische wie Lachs oder Makrele unbedingt verzichten. Und auch eine Gemüsesorte hat hier nichts zu suchen: Die Avocado hat immerhin einen Fettgehalt von bis zu 23 Prozent. Wichtig: Frittiertes und Paniertes gehört selbstverständlich ebenfalls nicht zu einem kalorienarmen Raclette.